
Der Rektumprolaps entspricht einem Vorfall (Invagination oder Intussuszeption) der gesamten Rektumwand durch den Analkanal nach außen. Der Rektumprolaps enthält demnach alle Darmwandschichten und ist klinisch durch die eindeutig zrikuläre Anordnung der Schleimhautfalten am prolabierenden Darmanteil zu erkennen. Zusätzlich findet sich häufig eine tiefe rektovaginale oder rektovesikale Peritonealtasche mit einem Verlust der Aufhängung des Rektums am Steißbein (Sakrum). Es kommt somit zur Beckenbodensenkung. Ein Prolaps tritt häufig bei Frauen auf und ist oft mit einer Stuhlinkontinenz vergesellschaftet.
Welche Faktoren begünstigen die Entstehnung eines Rektumprolaps?
Welche Formen des Rektumprolaps existieren?
Stufe 1: Innerer Prolaps, auch als Rektumintussuszeption bezeichnet
Stufe 2: Beginnender Vorfall
Stufe 3: Der äußere Vorfall mit zirkulärer Ausstülpung sämtlicher Darmschichten
Welche Beschwerden können auftreten?
Welche Untersuchungen werden durchgeführt?
| Standarddiagnostik: |
Anamnese, Inspektion, äußere Palpation Pressversuch Digitale Untersuchung Endoskopie |
| Zusatzdiagnostik: |
Funktionsuntersuchungen (Analmanometrie, Elektromyographie) Defäkographie |
Wie sieht die Behandlung aus?
Ziel der Behandlung des Mastdarmvorfalls ist die Beseitigung des Prolapses sowie die Wiederherstellung des Defäkations- und des Kontinenzverhaltens. Als erstes sollte immer eine Stuhlregulierung erfolgen. Der Mastdarmvorfall ist keine gefährliche Erkrankung. Die Behebung der Beschwerden wird jedoch von den Patienten meist gewünscht und ist nur durch eine Operation möglich. Es stehen heutzutage verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung: